Wissensbereich TEAMPROFI.schule – Fachbegriffe für Schule und Schulentwicklung

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Das Nachschlagewerk zum Thema Schulentwicklung

Wissenschaftlich fundierte Fachbegriffe zu sozio-emotionaler Entwicklung, systemischen Interventionen und handlungsorientierten Lernarrangements. Nutze unsere Beiträge als Orientierungshilfe, für Kollegiumsfragen oder um Methoden und geförderte Kompetenzen direkt im Unterrichtsalltag einzusetzen.

Inklusion, Teilhabe und Vielfalt

Inklusion, Teilhabe und Vielfalt: Jede Person gehört dazu und kann mitwirken

Inklusion und Teilhabe bedeuten, dass Kinder und Jugendliche nicht nur anwesend sind, sondern am gemeinsamen Lernen und sozialen Leben der Klasse sinnvoll beteiligt sein können. Unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse, Sprachen, Stärken und Belastungen gehören dabei zur Realität einer Gruppe.

Dieser Themenbereich fragt danach, wie Beteiligung gelingen kann und wie eine Klasse Unterschiede wahrnimmt, ohne einzelne Kinder zu reduzieren oder auszugrenzen.

Unterschiedliche Perspektiven wahrnehmen

Wie Kinder und Jugendliche andere Sichtweisen und Bedürfnisse besser verstehen können.

Beteiligung ermöglichen

Wie unterschiedliche Stärken in der Gruppe sichtbar und nutzbar werden können.

Eigene Grenzen und die anderer respektieren

Wie Selbstbehauptung, Rücksichtnahme und Verantwortung zusammengehören.

Weitere Begriffe zu diesem Thema

  • Ausgrenzung Ausgrenzung bedeutet, dass eine Person oder Gruppe wiederholt oder situativ von Zugehörigkeit, Beteiligung oder Anerkennung ausgeschlossen wird.
  • Barrieren für Teilhabe Barrieren für Teilhabe sind Bedingungen, durch die Kinder und Jugendliche am Lernen, an Beziehungen oder an Entscheidungen nicht gleichberechtigt mitwirken können.
  • Bedürfnisorientierung Bedürfnisorientierung heißt, Bedürfnisse wahrzunehmen, ernst zu nehmen und faire Wege zu finden, mit unterschiedlichen Bedürfnissen in einer Gruppe umzugehen.
  • Beteiligung Beteiligung bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ihre Sichtweisen, Ideen und Fähigkeiten in das gemeinsame Lernen und Entscheiden einbringen können.
  • Challenge by Choice Challenge by Choice bedeutet: Kinder und Jugendliche können sich auf eine Herausforderung einlassen, entscheiden aber innerhalb eines sicheren Rahmens über ihren persönlichen Weg.
  • Co-Regulation Co-Regulation bedeutet, dass Kinder und Jugendliche Selbststeuerung auch durch verlässliche, ruhige und klare Begleitung anderer entwickeln.
  • Compatibility – Passung zwischen Person und Umgebung Compatibility beschreibt, wie gut eine Umgebung zu den Bedürfnissen, Möglichkeiten und Zielen einer Person oder Gruppe passt.
  • Differenzierung Differenzierung bedeutet, Lern- und Beteiligungsmöglichkeiten so zu gestalten, dass unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt werden.
  • Fremdwahrnehmung Fremdwahrnehmung bedeutet, Signale, Gefühle und Bedürfnisse anderer aufmerksam wahrzunehmen – ohne vorschnell über sie zu urteilen.
  • Grenzen setzen Grenzen setzen bedeutet, eigene Stoppsignale klar und respektvoll zu äußern und die Grenzen anderer anzuerkennen.
  • Inklusion und Teilhabe Inklusion und Teilhabe bedeuten: Jedes Kind gehört dazu und kann am gemeinsamen Lernen und sozialen Leben der Klasse sinnvoll mitwirken.
  • Inklusives Denken Inklusives Denken fragt von Anfang an, wie unterschiedliche Menschen sinnvoll beteiligt sein können – statt Anpassung nur nachträglich zu erwarten.
  • Interkulturelle Kompetenz Interkulturelle Kompetenz hilft, unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Zugehörigkeiten respektvoll wahrzunehmen und miteinander ins Gespräch zu bringen.
  • Mitgefühl Mitgefühl verbindet das Wahrnehmen von Belastung anderer mit dem Wunsch, unterstützend und respektvoll zu handeln.
  • Multisensorisches Lernen Multisensorisches Lernen verbindet Wahrnehmen, Bewegung, Handeln und Sprache, damit Erfahrungen aus mehreren Zugängen erschlossen werden können.
  • Offenheit und Lernbereitschaft Offenheit bedeutet, neue Erfahrungen und andere Perspektiven zuzulassen, ohne die eigene Haltung vorschnell aufzugeben.
  • Rollenflexibilität Rollenflexibilität bedeutet, in einer Gruppe unterschiedliche Aufgaben und Verhaltensweisen ausprobieren zu können, ohne auf ein festes Bild festgelegt zu sein.
  • Rollenzuschreibung Rollenzuschreibung entsteht, wenn Kinder in einer Gruppe immer wieder auf ein bestimmtes Bild festgelegt werden – etwa als laut, lustig, still oder schwierig.
  • Status und Macht in der Gruppe Status und Macht in einer Gruppe beschreiben, wer Einfluss hat, wessen Stimme Gewicht bekommt und wie Zugehörigkeit oder Ausschluss mitgestaltet werden.
  • Vielfalt Vielfalt beschreibt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die Kinder und Jugendliche in eine Lerngruppe einbringen – etwa Erfahrungen, Sprachen, Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse.
  • Wertschätzung Wertschätzung heißt, Menschen in ihrer Würde wahrzunehmen und Beiträge, Grenzen und Unterschiede respektvoll zu behandeln.
  • Zugehörigkeit Zugehörigkeit ist das Erleben, in einer Gruppe willkommen zu sein, anerkannt zu werden und mit dem eigenen Beitrag zählen zu können.