Wissensbereich TEAMPROFI.schule – Fachbegriffe für Schule und Schulentwicklung

Wissensbereich

Das Nachschlagewerk zum Thema Schulentwicklung

Wissenschaftlich fundierte Fachbegriffe zu sozio-emotionaler Entwicklung, systemischen Interventionen und handlungsorientierten Lernarrangements. Nutze unsere Beiträge als Orientierungshilfe, für Kollegiumsfragen oder um Methoden und geförderte Kompetenzen direkt im Unterrichtsalltag einzusetzen.

Erlebnispädagogik und Lernmethoden

Erlebnispädagogik und Lernmethoden: Lernen durch Tun und Reflektieren

Erlebnispädagogische Lernmethoden verbinden konkrete Erfahrungen mit gemeinsamer Auswertung. Kinder und Jugendliche handeln, treffen Entscheidungen, erleben Folgen und entwickeln daraus Sprache für ihren Alltag. Dabei steht nicht der Eventcharakter im Mittelpunkt, sondern ein sinnvoll gestalteter Lernprozess.

Methoden sind kein Selbstzweck. Sie werden danach ausgewählt, was eine Gruppe gerade braucht und was sie pädagogisch erfahrbar machen können.

Einen Lernprozess öffnen

Wie Neugier und Aufmerksamkeit entstehen können, bevor eine Gruppe sich auf eine Aufgabe einlässt.

Erfahrung im Tun ermöglichen

Wie gemeinsame Herausforderungen Kooperation, Selbstwirksamkeit und Kommunikation konkret machen.

Wirkung sichern

Wie Reflexion und Transfer aus einem Erlebnis einen Anschluss an den Schulalltag machen.

Weitere Begriffe zu diesem Thema

  • Adventure-Based Learning Adventure-Based Learning verbindet kooperative Herausforderungen mit Reflexion: Die Gruppe erlebt, wie sie plant, entscheidet und Verantwortung teilt.
  • Attention Restoration Theory (ART) Die Attention Restoration Theory beschreibt, warum Umgebungen Aufmerksamkeit entlasten und Erholung von gerichteter Konzentration unterstützen können.
  • Beharrlichkeit Beharrlichkeit bedeutet, an einer sinnvollen Aufgabe dranzubleiben, Strategien zu verändern und bei Bedarf Unterstützung zu holen.
  • Being Away – Abstand zum Alltag Being Away beschreibt das Erleben, für eine Zeit Abstand von gewohnten Anforderungen, Räumen und Routinen zu gewinnen.
  • Bewegung und Lernen Bewegung und Lernen verbinden körperliches Handeln, Wahrnehmung und Denken in gemeinsamen Lernprozessen.
  • Challenge by Choice Challenge by Choice bedeutet: Kinder und Jugendliche können sich auf eine Herausforderung einlassen, entscheiden aber innerhalb eines sicheren Rahmens über ihren persönlichen Weg.
  • Education Outside the Classroom Education Outside the Classroom beschreibt geplantes Lernen außerhalb des Klassenraums – im schulnahen Umfeld, im Stadtteil oder in der Natur.
  • Embodied Cognition Embodied Cognition ist eine Forschungsrichtung, nach der Denken wesentlich mit Körper, Wahrnehmung und Umwelt verbunden ist.
  • Erfahrungslernen Erfahrungslernen verbindet konkretes Handeln mit Reflexion, sodass aus einem Erlebnis Einsichten und nächste Schritte für neue Situationen entstehen können.
  • Erlebnispädagogik Erlebnispädagogik nutzt herausfordernde, gemeinsame Erfahrungen und ihre Reflexion, damit Kinder und Jugendliche Zusammenarbeit, Verantwortung und eigene Handlungsmöglichkeiten bewusst erleben können.
  • Expeditionspädagogik Expeditionspädagogik nutzt mehrtägige oder längere, herausfordernde Unternehmungen als Erfahrungs- und Lernraum.
  • Experiential Education Experiential Education ist ein internationaler Oberbegriff für Bildungsansätze, die Lernen über Erfahrung, Reflexion und Transfer gestalten.
  • Forest School Forest School bezeichnet einen vor allem im englischsprachigen Raum geprägten Ansatz regelmäßigen, langfristigen Lernens in Wald- und Naturumgebungen.
  • Forschendes Lernen im Freien Forschendes Lernen im Freien verbindet eigene Fragen, Beobachtung, Erprobung und Auswertung mit einer realen Umgebung.
  • Full Value Commitment Full Value Commitment beschreibt eine gemeinsame Haltung: Alle tragen dazu bei, dass die Gruppe sicher, respektvoll und lernbereit zusammenarbeiten kann.
  • Gemeinschaftliches Bauen Gemeinschaftliches Bauen macht Zusammenarbeit konkret: Eine Gruppe plant, verteilt Aufgaben, nutzt Material und trägt gemeinsam Verantwortung.
  • Gruppenarbeit Gruppenarbeit ist eine Lernform, in der mehrere Personen eine Aufgabe gemeinsam planen, bearbeiten und verantworten.
  • Handlungsorientiertes Lernen Handlungsorientiertes Lernen bedeutet, dass Lernende aktiv planen, erproben, entscheiden und die Folgen ihres Handelns reflektieren.
  • Inquiry-based Learning Inquiry-based Learning ist ein lernender Zugang, bei dem Fragen, Untersuchung, Begründung und Reflexion den Prozess strukturieren.
  • Ko-Kreation Ko-Kreation bedeutet, Ideen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln, statt dass eine Person alles vorgibt oder allein trägt.
  • Kolbs Lernzyklus Kolbs Lernzyklus beschreibt Lernen als Bewegung zwischen konkreter Erfahrung, Reflexion, Begriffsbildung und erneutem Ausprobieren.
  • Komfortzone, Lernzone und Panikzone Das verbreitete Zonenmodell kann helfen, über passende Herausforderungen zu sprechen – es ist aber eine Metapher, keine feste Entwicklungsstufe.
  • Kreativität Kreativität bedeutet, neue und passende Ideen zu entwickeln, auszuprobieren und gemeinsam weiterzudenken.
  • Kurzreflexion Kurzreflexionen sind kleine Auswertungen direkt nach einer Erfahrung. Sie helfen, Beobachtungen festzuhalten, bevor die Gruppe in die nächste Aufgabe geht.
  • Learning by Doing Learning by Doing meint Lernen durch eigenes Handeln, Ausprobieren und die Auswertung gemachter Erfahrungen.
  • Lernen mit allen Sinnen Lernen mit allen Sinnen bedeutet, Wahrnehmung, Bewegung, Handlung und Sprache miteinander zu verbinden.
  • Lernort Wald Der Lernort Wald ist ein naturnaher Erfahrungsraum, in dem Kinder und Jugendliche handeln, beobachten und Zusammenarbeit in einem anderen Setting erleben können.
  • Multisensorisches Lernen Multisensorisches Lernen verbindet Wahrnehmen, Bewegung, Handeln und Sprache, damit Erfahrungen aus mehreren Zugängen erschlossen werden können.
  • Nature-based Learning Nature-based Learning bezeichnet Lernansätze, bei denen Natur nicht nur Kulisse ist, sondern Ausgangspunkt für Erfahrungen, Fragen und Handlungen wird.
  • Naturgestützte Pädagogik Naturgestützte Pädagogik verbindet pädagogische Ziele bewusst mit Erfahrungen in und mit der Natur.
  • Naturverbundenheit Naturverbundenheit beschreibt das subjektive Gefühl, mit Natur in Beziehung zu stehen. Sie ist keine Voraussetzung für Lernen und entwickelt sich individuell.
  • Orientierung im Gelände Orientierung im Gelände verbindet Wahrnehmung, Absprachen und verantwortliches Handeln in einem unbekannten oder ungewohnten Raum.
  • Outdoor Classroom Outdoor Classroom beschreibt die bewusste Nutzung eines Außenraums als Lernumgebung für Unterricht, Projekte oder Gruppenprozesse.
  • Outdoor Education Outdoor Education nutzt den Außenraum, um erfahrungsorientiertes Lernen zu fördern und Unterricht sinnvoll zu erweitern.
  • Outdoor Learning Outdoor Learning bezeichnet Lernen im Freien, bei dem der Außenraum bewusst für Erfahrungen, Fragen und Aufgaben genutzt wird.
  • Pädagogik des Ortes Pädagogik des Ortes versteht konkrete Orte als Mitgestalter von Lernprozessen: Sie bieten Erfahrungen, Fragen, Grenzen und Geschichten.
  • Pädagogik statt Event Pädagogik statt Event bedeutet: Erlebnisse werden nicht Selbstzweck, sondern bewusst mit Lernzielen, Reflexion und Transfer verbunden.
  • Real-World Learning Real-World Learning verbindet Lernen mit realen Situationen, Orten und Aufgaben, in denen Entscheidungen und Folgen konkret erfahrbar werden.
  • Restaurative Umgebung Eine restaurative Umgebung ist ein Ort, der Erholung von Anspannung oder anstrengender Aufmerksamkeit unterstützen kann. Ob das gelingt, ist individuell.
  • Risikokompetenz Risikokompetenz bedeutet, Risiken wahrzunehmen, realistisch einzuschätzen und in einem sicheren Rahmen verantwortliche Entscheidungen zu treffen.
  • Sense of Place – Bedeutung eines Ortes Sense of Place beschreibt, wie Menschen einen Ort wahrnehmen, deuten und mit Erfahrungen sowie Bedeutung verbinden.
  • Sensorische Wahrnehmung Sensorische Wahrnehmung umfasst das bewusste Aufnehmen von Informationen über die Sinne, Bewegung und Körperlage.
  • Settingwechsel Ein Settingwechsel ist der bewusste Wechsel aus dem vertrauten Schulalltag in einen anderen Lern- und Erfahrungsraum.
  • Situiertes Lernen Situiertes Lernen betont, dass Lernen in konkreten Situationen, sozialen Beziehungen und gemeinsamer Praxis stattfindet.
  • Strategiegespräch Ein Strategiegespräch ist bei TEAMPROFI eine kurze Unterbrechung im Handeln: Die Gruppe klärt Ziel, Rollen, Vorgehen und mögliche nächste Schritte.
  • Udeskole Udeskole ist ein skandinavisch geprägter Ansatz, bei dem Unterricht regelmäßig auch außerhalb des Schulgebäudes stattfindet und mit dem Lernen im Klassenraum verbunden wird.
  • Umwelt-Affordances Umwelt-Affordances sind Handlungsmöglichkeiten, die eine Umgebung Menschen anbietet – etwa balancieren, bauen, beobachten oder gemeinsam einen Weg finden.
  • Verkörpertes Lernen Verkörpertes Lernen nimmt ernst, dass Denken, Wahrnehmen, Bewegung und Handeln beim Lernen zusammenwirken.
  • Waldpädagogik Waldpädagogik erschließt den Wald als Lernort: durch Wahrnehmen, Erforschen, Handeln und Reflektieren.